Gedenken in Rosenheim: 83. Jahrestag der Deportation bayerischer Sinti und Roma

30/03/26

Der 13. März 1943 war ein Schicksalstag für die bayerischen Sinti und Roma: Viele Angehörige der Minderheit wurden damals verhaftet und wenig später in die Vernichtungslager deportiert. Unter ihnen waren auch Bürgerinnen und Bürger aus Rosenheim. Aus Anlass des 83. Jahrestags organisierte die „Initiative für Erinnerungskultur und die Verlegung von Stolpersteinen in Rosenheim“ gemeinsam mit dem Historischen Verein und dem Stadtarchiv eine bewegende Gedenkveranstaltung am 20. März im Bürgerhaus Happing. Dr. Thomas Nowotny von der Initiative Erinnerungskultur stellte in diesem Rahmen die erschütternden Ergebnisse seiner Recherchen zur Verfolgung und Ermordung der Familie Reinhardt vor. Nachzulesen sind sie im Blog Rosenheimer Miszellen.

Für den Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern, verlas Jeany Poschauko-Seitz ein Grußwort des Vorsitzenden Erich Schneeberger. Poschauko-Seitz, Gründerin des Vereins „Ciriklo e. V.“, trug zudem eigene Gedichte und traditionelle Lieder vor, unterstützt vom Gitarristen Clemens Wagner. „Ciriklo“ beruht auf einem Projekt, das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefördert wird. Der Verein hilft geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus der Roma-Minderheit bei der Integration in unsere Gesellschaft.

Bildrechte Titelbild: Schreibstubenkarte aus dem KZ Dachau für Robert Reinhardt. ITS Digital Archive, Arolsen Archives, 1.1.6.7/10734696.